25. Januar 2013

CZ die Letzte...

... am Ende meines Pilsen-Aufenthaltes möchte ich noch einige Beobachtungen Revue passieren lassen...
Zweifelsohne kann ich behaupten, dass ich in eine unfreundliche, meistens zur Kommunikation unwillige Stadt gekommen bin. Jedoch muß das hier auch gleich wieder relativiert werden, denn es gibt durchaus einige Einwohner, die einer fremden Sprache mächtig sind UND als Verkäufer ernsthaft interessiert sind, dem Fremden etwas zu verkaufen. Jedoch bleibt es für mich ein Rätsel, wie die Stadt 2015 Kulturhauptstadt Europas sein möchte - mit dieser gegenüber Toruisten zur Schau gestragenen Unfreundlichkeit und Unwilligkeit...
Zusammengefaßt sind die Leute hier genauso unfreundlich und nonchalant wie in Österreich. Nur aber vielleicht gibt auch das Wetter sein Übriges dazu, dass in dieser Stadt sogar die zugewanderten asiatischen Wirte unfreundlich sind...
Ein weiteres Unikum - oder besser als normaler Supermarktbenutzer (nicht in Feinkostläden Gehender) ist mir im "gemeinen Supermarkt" aufgefallen. Hier kann man die Schwammerl Einzeln kaufen...
Champignons auch Einzeln zu verkaufen...
Dem geneigten Leser habe ich bis jetzt auch einen Blick auf die Skodawerke verwährt. Überhaupt finde ich es bemerkenswert, wieviele Skodas hier auf den Straßen rumdüsen. Schade, dass es in Österreich keine vergleichbaren, aus heimischer Produktion stammende Autos gibt. Aber wie ich den Österreicher kenne, so würde das bei uns sowieso nicht gehen, denn außer zu Raunzerei wären wir sicherlich nicht zu mehr imstande. Aber witztig, nicht einmal in Italien sieht man so viele Fiats auf den Straßen, wie in CZ Skodas...
Vom höchsten Kirchturm der Tschechei aus gesehen, bitte sehr:

obwohl neben Skoda ein Stahlwerk in Betrieb ist, ist es sehr sauber hier...
Wie ich lese haben die Grazer Probleme, Elke Kahr als Vizebürgermeisterin zu installieren. Jaja, die Kommis. Genauso wie der ORF seinerzeit, nachdem Ernst Kaltenegger bei den Landtagswahlen mehr als 20% erreichen konnte, original nicht zur Diskussion nach der Wahl geladen hatte, haben auch jetzt anscheinend ALLE Bedenken, mit dieser Partei in Verbindung gebracht zu werden...
Geiles Land, kann ich nur sagen! Und wie ich mir den ehemaligen Plattenbau oder das Alltagleben unter den Kommis vorstelle, soll in meinem letzten Bild gezeigt werden...

Ostromantik...

1. Januar 2013

Prosit 2013

Ich wünsche allen Lesern dieser Seiten ein glückliches, erfolgreiches und gesundes neues Jahr 2013!!

12. Dezember 2012

Seiten der Zeit...


5. Dezember 2012

Sportärztetage...

7. - 12. Dezember 2012 in Ramsau/Dachstein

schnelle Antwort...

Das gibt es ja nicht - ich habe doch unlängst davon geschrieben, dass ich unserem Wirtschaftsminister ein Mail geschickt habe...
Und TATSÄCHLICH erhielt ich eine Antwort!
Wow, man stelle sich vor - die Antwort ist zwar "etwas langatmig", so teilweise mit absoluter Themenverfehlung und Selbstbeweihräucherung in den ersten 100 Zeilen. Aber dann geht es voll zur Sache und in den letzten beiden Sätze geht er (oder sein Sekretär) tatsächlich auf meine Frage ein: Wieso seiner Meinung nach in CZ die Preise so lange gleich bleiben...
Zitat: "Danach dürften die Tankstellenbetreiber in der tschechischen Republik keinem so hohen Wettbewerbsdruck unterliegen, wie in Österreich. Das könnte der Grund sein, dass in Tschechien Tankstellenbetreiber eben nciht täglich Preisänderungen vornehmen."
Ich bin baff! Das ist doch tatsächlich seit sehr langer Zeit die erste konkrete Meinung eines Politikers die ich höre bzw. lese und die nicht schwammig und in irgendwelche "vielleichts" eingepackt ist...

... trotzdem werde ich nie so reich werden, dass ich die ÖVP wählen könnte...

3. Dezember 2012

noch immer CZ...

Da hatte ich zwischenzeitlich ja interessante Zeitgenossen als "Kollegen" bekommen. Ein junger Mann aus Ghana der so gläubig war, dass er auf seiner Facebookseite ein abgewandeltes Logo von "intel inside" hatte - "Jesus inside"! Und eine Afghanin, die zusammen mit Ihren Eltern einst vor den Mudschahedins geflohen war und im holländischen Exil erst zum Glauben gefunden hatte und zwar so stark, dass sie sich von nun an als "streng gläubig" bezeichnete. Jedenfalls führte diese Konstellation dazu, dass wir zusammen kein Pilsner Urquell genießen konnten, da der bloße Anblick eines Pubs zu Panikattacken und mittelschweren Glaubenskrisen führte...
Dazu wurde ich bei einem Pragausflug gewzungenermaßen Zeuge von Telefongesprächen mit dem saudiarabischen Freund. Achtung, kein Witz: eine Stunde bei der Hinfahrt und eine Stunde bei der Rückfahrt echhauffierte sich der gute Unbekannte derartig über (nachgefragt) Unwichitigkeiten, dass ich kurz schon dachte, meine Oma hätte sich in der Nummer geirrt. Jedenfalls hatten die Passagiere rundherum die zweifelhafte Ehre Mithörer eines ganz großen Kindertheaters zu werden. So weit so gut - Stereotypenpflege frei Haus - die zum Glück wieder vorbei ist.
Apropos Oma - in diesem Land dürften anscheinend so viele Väter oder Großväter mit ihren Enkelinnen spazieren gehen, dass dies sogar als Verkehrszeichen Beachtung findet:


In Prag verbrauchten wir nach einer sehr informativen Stadtfühurng den Großteil der unserer restlichen Zeit mit der Suche nach Halal-Kebap - oder jedenfalls war es in meinen ungläubigen Augen eben "Zeitverschwendung". Fantastisch! Oder habe ich vielleicht schon ähnliche Ansichten wie der Großteil der Bevölkerung meines Gastgeberlandes - nämlich atheistische?
Vielleicht ist es schon dem einen oder anderen Pragbesucher aufgefallen, aber im dortigen Militärmuseum gibt es einige Modelle von Kriegsgeräten aus dem WW1, die in Pilsen für die K&K Monarchie hergestellt wurden, aber deren Originale jetzt im HGM in Wien zu bewundern sind...

die originalen Exponate im HGM Wien...

Der Geschmack von "Pilsner Urquell", "Gambrinus" etc...? Leider ist es mir bis jetzt noch unerschlossen geblieben, wieso gerade hier das Bier so besonders sein soll? Bitte, alleine das "Wasser", das in dieser Stadt aus den Hähnen läuft spottet dem Österreicher jeder Beschreibung. Und mit diesem "Wasser" soll hier gutes Bier gebraut werden? Vielleicht versetzen sie ja kurzerhand das Bier mit Ingredienzien die auch immer wieder in Katzenfutter vermutet werden, nämlich dass man danach - einmal gekostet - gar nicht mehr aufhören möchte... Stimmt, ein kurzer Selbstversuch erhärtet diese These, denn einmal probiert stellt sich unverzüglich ein "Casali-Effekt" ein...

Eingang Pilsener Brauerei

Kennt eigentlich noch jemand die alten Fassadenmalereien auf den Häusern? Mir fällt hier sofort die "Afri-Cola" Werbung ein, die man immer sah, wenn man mit dem Zug von Wien kommend am Linzer Hauptbahnhof einfuhr. Hier gibt es solche Werbungen zuhauf, alles auf frisch gedämmten Wohnblöcken, Da könnte sich unser Wirtschaftsminister (oder wer auch immer für die Altbausanierung-Förderung zuständig sein sollte) ein Vorbild nehmen.
 
war das bei uns nicht auch einmal sehr poulär?
 Eben diesem Wirtschaftsminister habe ich heute eine Emailanfrage geschickt. Vielleicht ist es noch bekannt, die Benzinpreise haben die Festigkeit von Pilsener Stahl. Das Anliegen meiner Frage: wieso die Ölfirmen hier die Preise kosntant halten (können) und ob es denkbar wäre, dass etwa die Politik in CZ auf diesem Gebiet besser oder geschickter agieren könnte...
Jedenfalls bin ich schon auf eine etwaige Antwort gespannt. Falls es Eine geben sollte -  welche hohle Phrasen werden da wohl wieder gedroschen werden?
Jaja, die Kommis, die haben in Graz ja unlängst ganz groß abgeräumt. Aber spannender für mich war die Frage, ob der ORF sie wieder - so wie bei der letzten Landtagswahl einfach ignoriere und sie kurzerhand einfach nicht zur -  den Walen folgende - Diskussion ins Fernsehen geladen hatte. Und last but nt least - wie werden sich diverse Foren wieder mit allerlei halbseidenen Wissen und Tipps über Graz füllen werden - da wird Graz wieder gefühlte 8 Millionen Einwohner haben. Es bleibt auf jeden Fall spannend. Passend dazu folgendes Bild (daneben das gegoogelte, anscheinend originale Bild):






1. Dezember 2012

Fortbildungsmonat für Ärztinnen und Ärzte...

am Samstag, 1.12.2012, 09:30 - 17:00 Uhr in der Ärztekammer für Steiermark, Haus der Medizin, Kaiserfeldgasse 29, 8010 Graz

05: Schmerztherapie - ein Kinderspiel

20. November 2012

Plzen nochmals...

Erst kürzlich durfte ich wieder Zeuge einer zutiefst typischen österreischischen Aussage werden: man „solle sich bitte mal alle Tschechen ansehen, mit welchen großen Autos die Alle zu uns rüberkommen“ No na net, der alte Rentner mit dem Borgwart verirrt sich nicht so oft in unser Land...
Der Neid is a Hund und überhaupt, wo kämen wir da hin wenn auch andere zu Wohlstand kommen würden - schließlich arbeiten wir ja schon viel länger, ehrlicher und fleißiger daran...

Was gibt es sonst in der Stadt? Ich darf mich hier gleich als Fan von sowjetischen Denkmälern und Statuen outen. Dem interessierten Besucher fallen gleich bei Ankunft am Bahnhof zwei eherne Gesellen auf, die aber nicht so sehr sowjetisch - eben Arbeiter verherrlichend sind, sondern in schöner Weise einen Teil der Geschichte der Stadt widerspiegeln. Für eine Bierkutsche dürfte das Geld dann doch nicht gelangt haben:

Ich war leider bis dato noch nicht im „Mementopark“ in Budapest wo sämtliche Lenin-, Stalin- und sonst welche Figuren ins Ausgedinge geschickt wurden und der sogar schon einmal in einem James Bond Film als Kulisse diente. Aber ein kleines Schmankerl habe ich hier doch noch anzubieten, ein Schnappschuß des sowjetischen Siegesdenkmals in Riga:


Ich war weit und breit der Einzige, der in Richtung Denkmal ging. Alle Anderen in dieser Stadt pilgerten Richtung Denkmäler unserer heutigen Zeit, den Einkaufszentren...
Was ich mich immer wieder frage ist, was es mit den Rooseveltstraßen, Washingtovas u.ä. in CZ auf sich hat? Eine Antwort fand ich auf der Americka – dort steht ein Denkmal zum Dank an die amerikanische Armee für die Befreiung von den Deutschen am Ende des WW2. Weitere interessante Einblicke hatte ich dann im "Patton Memorial Pilsen", dem einzigen Museum in CZ, das der amerikanischen Armee gewidmet ist...
Um das Alles kurz zusammenzufassen: die Amis kamen "befreiten“ und gingen, die Russen blieben. Am Ende der Ausstellung ist ein Teil der Fläche auch der damaligen russischen Propaganda gewidmet die behauptete, dass die Bürger der Stadt Pilsen sich Tage vor der Ankunft der Amerikaner selbst befreit hätten und die amerikanische Armee die Skodawerke bei ihrem Vorrücken nur bombadiert hätte, damit sie nachher der Bevölkerung den Marschallplan „aufzwingen“ könne. Aber wie wir wissen, wusste dies Russland ja zu verhindern... So viele Berichte und Gegendarstellungen - fix scheint für mich nur Eines: die Amis waren viel zu kurz in Pilsen, als dass die Bevölkerung richtig Englisch lernen hätte können:

Apropos Denkmäler der neuen Zeit – der Shoppingtempel in der Innenstadt hier heißt Plaza und dort habe ich das größte Sushi meines bisherigen Lebens bekommen:


Wegen des Windes - da gibt es Nichts (Neues) zu berichten. Ein anderer Wind fegt hier durch die Leitungen, so besitze ich hier eine Downloadgeschwindigkeit von durchschnittlich 50 Mbps und eine Uploadgeschwindigkeit von durschnittlich 60 Mbps!!!