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20. Dezember 2013

schöne Bescherung (Teil 2)

der erste Teil des Abends wäre damit so weit gemeistert...

Hört genau hin, um ja nicht das Läuten des Christkindes überhören! Die Familie begibt sich freudig zum Christbaum, und da kommen auch schon die falschen "Ahs" und "Ohs", wunderschön der Baum - herrrlich, einzigartig, noch schöner als letztes Jahr... Im Prinzip kann der Baum der Ungeliebten nie so toll, fesch, funkelnd und was weiß ich denn noch Alles sein wie der der Geliebten. Aber schließlich ist Weihnachten und da sollte mann auch ein wenig nett sein! Und wenn es auch nur Würstl gegeben hat, macht sich gerade ob des vollen Magens ein wenig Zufriedenheit breit und so lassen wir es eben. Die ersten Lieder werden angestimmt und so wie jedes Jahr erhebt sich ein Chor von engelsgleichen (weiblichen) Stimmen, während die männlichen die Musik mit Brummen zu untermalen versuchen. Egal, Alles scheint vergessen, Alles eitel Wonne - es ist schließlich Weihnachten und es zählt der Wille! Danach werden auch Gedichte vorgetragen. Ein schönes Bild: Zwei Schwestern im Wettstreit um das Bessere selbstgedichtete Werk, quasi ein Rennen um die Gunst der Mutter, dessen Gewinner sowieso schon vorher feststeht. Auch wenn sich die Ungeliebte noch so anstrengt, die Geliebte gewinnt immer! Während die Asuführungen der Ersteren noch "ertragen" werden, wird das andere Gedicht über den grünen Klee gelobt. So ist es immer, denn es ist ja so bemerkenswert welch Talent die Geliebte eben besitzt und wie gekonnt sie dieses immer wieder einsetzt...
Danch werden auch schon die Geschenke verteilt. Hach zum Glück, denn neben dem Fressen ist schließlcih Konsum die einzige Abwechslung in unserer überfüllten, abgestumpften Welt. Aber Vorsicht! Allzu ungestümes Auspacken der Gaben kann sogleich eine weitere "Krokodilstränenattacke" der Großmutter auslösen. Denn das Papier soll, nein MUSS ganz vorsichtig behandelt werden, um auch im kommenden Jahr noch einmal seinen Zweck erfüllen zu können. Alle halten sich daran, nur der unerzogene Enkel ist wieder ein Verschwender - klar, wo soll er es auch gelernt haben, schließlich kommt er auch aus einem Elternhaus, das nicht sparen kann -  überhaupt ist "der Bub" sowieso schlecht erzogen... Der "Bub"? Stimmt ja gar nicht, denn seit Heuer hat er es schriftlich: der "Bub" wird erstmals in einem Brief der Großmutter als "erwachsen" tituliert. Welch eine Karriere - immerhin nach 37 Jahren! Zurück zum unerhöhrten Umgang mit dem Festtagspapier. Schließlich hielt sich das Enfant terrible auch schon bei den Servietten nicht an den schönen Brauch des Recyclings, also spätere "Neuauflage" auf den Tisch ausgeschlossen. Naja, so sind halt die Kinder aus einem Arbeiterhaushalt - sowas würde in einem Beamtenhaushalt halt nie passieren!
Die "Zuagroaßte" wiederum sitzt mit großen Augen da und kann es kaum fassen. Wieso muß man sich gegenseitig so viel schenken. Die nächste Lektion ist - rechne nach und Lerne: das Wichtigste an Weihnachten ist nicht etwas Ausgesuchtes zu schenken, etwas was Sinn macht oder das man sich dabei um Vorlieben des Beschenkten gar Gednaken gemacht hat. Nein, primär gilt es zu erraten was man bekommen könnte - genauer gesagt den Preis, dass das erhaltene Geschenk ausmachen wird und so einen Gegenstand von ähnlichem zurückzugeben. Damit Alles ausgeglichen ist, wie es die Großmutter zu predigen pflegt.
Gott sei Dank - oder leider für unsere "Zuagroaßte" sind die Gesichter nicht mehr ganz so ausdrucksstark wie in vergangengen Jahren. Da wurden Geschenke ausgepackt und es machte dabei so oft  einen Pumperer als die Kinnlade vor Enttäsuchung zu Boden fiel, dass es nur so eine Freude war: War irgendwie schön diese Ehrlichkeit, irgendwie war Früher alles besser...

18. November 2013

schöne Bescherung (Teil1)

was Alan Ayckbourn in seinem Stück "schöne Bescherung" beschreibt, kann die Relität noch viel besser...

Nehmen wir dazu eine Duchschnittsfamilie die am Weihnachtsabend zusammenkommt um den Festakt zu begehen. Schon Wochen im Voraus wirft der anstehende Festschmaus seine Schatten voraus. Soll es ein opulentes Mahl reich an Speisenfolgen sein oder das traditionelle Familienweihnachtsessen aufgetischt werden? Fragen über Fragen, die die Telefonleitungen zum Glühen bringen. Das traditionelle "Schlemmermenü" des 24. besteht in unserer Modellfamilie aus Frankfurtern. Angesichts der latenten Fettleibigkeit und des permanenten Fressens während des Rest des Jahres darf man sich also auf ein einfaches, ja fast spartanisches Mahl freuen und ich freuemich dabei auch für die Hausfrau: Auch sie verdient ein ruhiges Weihnachten, muß sie nicht stundenlang in der Küche stehen und den Kochlöffel schwingen. Aber auch die Freuden eines einfachen Mahles könnte einem fast verwehrt bleiben, paßt es der eingeladenen Verwandschaft nicht. So wird zuerst sinniert, danach telefoniert und schließlich insistiert: Würstl am Weihnachtsabend sind doch viel zu profan, quasi Plebs und so... Das Freimintenkontigent scheint schon erschöpft, als die Großmutter schließlich ihren Kettenhund zurückpfeift und sich die Eingeladenen doch auf die ausgelobte Speisenfolge einschwört.

So findet sich die werte Familie am Weihnachtsabend im Hause der ungeliebeten Tochter ein. Mit den aufgesetzten Festtagsgesichtern geht es sogleich an den Tisch, will man schließlich keine Zeit verlieren. So nimmt das Dinner seinen Lauf und der Enkel verzichtet dieses Mal sogar auf ein gutes Glas Bier, will er seine Großmutter nicht wegen der darauffolgenden obligaten Krokodilstränen in eine Exsikkose treiben. Nun; elegant die ersten Hürden umschifft nähert sich der Festschmaus seinem Ende und - verdammt, was ist passiert? Es bleibt glatt noch ein Paar Würstl übrig - Was denkt da der gemeine ausgefressene Wohlständler? Klar, der Rest muß weg! Nur wer opfert sich? Die Bäuche schreien "njet", aber zum Glück versteht es die Tante mit strenger Miene, ermahnenden Worten und bösen Blicken den Onkel zu "motivieren", doch noch einmal hinzulangen. Groteskes Bild am Tisch als die Frau den Mann zwingt, nein wegen Weihnachtsfriede: sagen wir lieber "überredet", doch noch nachzulegen. Auf der Gegenseite sitzt mit erschrockenem Gesicht die "Zuagroaßte", die neue Schwiegertochter, die das Alles kaum Glauben kann. Die Erzählungen im Vorfled tat sie als "erfunden" oder gar "übertrieben" ab. Doch jetzt erstauntes, nein eher faszieniertes aber sicher auch erschüttertes Schweigen über solche Ihr bis dato unbekannte Umgangsformen. Egal, Mission erfüllt, Würstl weg - Weihnachtsriede wieder einmal gerettet!
Zum Glück gibt es heuer keine Suppe... Man stelle sich vor: beim Servieren findet ein Teil dieser Speise seinen Weg auf die Hose des besagten armen Mannes. Normalerweise klar eine Aufgabe für die Waschmaschine. Zu Weihnachten löst man das Problem anders: Mann will sich trockentupfen, Frau mißfällt das sehr und schreit den Armen an: "WASCHEN SOLLST DU DICH!". Wieder ein Déjà-vu - der erschrockene Gesichtsausdruck der "Zuagroaßten", die es somit erst Heuer wirklich glauben kann, dass man in einer Familie so miteinander umgeht.
Ja klar, erklärte ihr ich es doch schon im Vorfeld: In dieser Familie hat ein Mann nichts zu sagen - so einfach lautet die Formel!

26. Oktober 2013

ENDLICH!

Es ist soweit - Sölden, Schiweltcupauftakt! Die gesamte Nation erwacht aus dem sportlichen Sommerschlaf und wechselt die Fußballtrainerbank gegen den Chefsessel am Pistenrand. apropos Fußball - die schweizer Nationalmannschaft ist aktuell Nummer 7 der Welt? Wow, Gratulation! Das Kleinkarierte, Funktionärsgesteuerte,... Österreich wird es eben nie schaffen. Egal, Kinder - ich bin ja sowas von stolz! NIRGENDS ist die Cheftrainerdichte so hoch und vor allem noch dazu so hochkarätig besetzt wie im alpinen Schizirkus in den Schluchten der Alpen. Endlich gibt es wieder qualifizierten Gesprächsstoff für den Wirtshaustisch und der sonntägliche Abfahrtslauf läßt genug Spielraum für Analysen. Starten dann auch noch die Schispringer in die neue Saison, so ist das Glück vollkommen, im Land werden Milch und Honig fließen und wir "sind eben wieder wer in der Welt".
Stichwort Sölden: Ein wenig wähne ich mich bei der Moderation auf FS1 wie bei einerm Vergleichstest in der Autobild ö.ä.. So wie ein DEUTSCHES Auto immer besser sein muß als der Herausforderer aus dem übrigen Ausland, so präsentiert sich auch ein startender Ösi IMMER um den Tick perfekter als Der vor oder nach ihm - dann aber oft, nein meistens leider von "höherer Gewalt gebremst". Genauso wie sich die  Oberfläche eines Autoinnenraumes "weniger wertig anfühlt" als beim "Klassenprimus", so ist ein mißglückter Schwung  eines Ösis trotz "der bekannten Präzision" aufgrund eines Windhauches "an der Ausführung gestört". Der Gegner hätte im Gegenzug seine Kurve eben einfach scheiße in den Schnee gezeichnet. Allen Ernstes: da werden während eines Gleitstückes die Fahnen der Tore "analysiert", um einen Zusammenhang ziwschen eventuellen Luftbewegungen und dessen Auswirkungen auf die Fahrer zu konstruieren. Aber ein wenig vermisse ich dann doch die letzte Konsequenz. So könnte ja gerne bei Portraits "ausländischer Stars" etwa noch angemerkt werden, dass sie sich etwa "augenscheinlich recht effizient" vorbereitet haben - damit etwas Interprätationsspielraum in beide Richtungen - bei Erfolg oder beim Ausbleiben desselben - bleibt...
Um das "rundumerlebniss" alpiner Schiweltcup noch zu kompletieren sei noch auf die neue ORF-App hingewiesen. Ein muß für jeden Fan! ;)


ceterum censeo, ich würde mich wirklich sehr über Gästebucheintragungen freuen!

15. Mai 2013

welcome to bananastan die xte...



 sollte dieser Artikel offline gestellt werden, dann sei er hier für die Nachwelt gesichert:


auch ein heißer Tipp für einen MInisterposten in Österreich:





25. Januar 2013

CZ die Letzte...

... am Ende meines Pilsen-Aufenthaltes möchte ich noch einige Beobachtungen Revue passieren lassen...
Zweifelsohne kann ich behaupten, dass ich in eine unfreundliche, meistens zur Kommunikation unwillige Stadt gekommen bin. Jedoch muß das hier auch gleich wieder relativiert werden, denn es gibt durchaus einige Einwohner, die einer fremden Sprache mächtig sind UND als Verkäufer ernsthaft interessiert sind, dem Fremden etwas zu verkaufen. Jedoch bleibt es für mich ein Rätsel, wie die Stadt 2015 Kulturhauptstadt Europas sein möchte - mit dieser gegenüber Toruisten zur Schau gestragenen Unfreundlichkeit und Unwilligkeit...
Zusammengefaßt sind die Leute hier genauso unfreundlich und nonchalant wie in Österreich. Nur aber vielleicht gibt auch das Wetter sein Übriges dazu, dass in dieser Stadt sogar die zugewanderten asiatischen Wirte unfreundlich sind...
Ein weiteres Unikum - oder besser als normaler Supermarktbenutzer (nicht in Feinkostläden Gehender) ist mir im "gemeinen Supermarkt" aufgefallen. Hier kann man die Schwammerl Einzeln kaufen...
Champignons auch Einzeln zu verkaufen...
Dem geneigten Leser habe ich bis jetzt auch einen Blick auf die Skodawerke verwährt. Überhaupt finde ich es bemerkenswert, wieviele Skodas hier auf den Straßen rumdüsen. Schade, dass es in Österreich keine vergleichbaren, aus heimischer Produktion stammende Autos gibt. Aber wie ich den Österreicher kenne, so würde das bei uns sowieso nicht gehen, denn außer zu Raunzerei wären wir sicherlich nicht zu mehr imstande. Aber witztig, nicht einmal in Italien sieht man so viele Fiats auf den Straßen, wie in CZ Skodas...
Vom höchsten Kirchturm der Tschechei aus gesehen, bitte sehr:

obwohl neben Skoda ein Stahlwerk in Betrieb ist, ist es sehr sauber hier...
Wie ich lese haben die Grazer Probleme, Elke Kahr als Vizebürgermeisterin zu installieren. Jaja, die Kommis. Genauso wie der ORF seinerzeit, nachdem Ernst Kaltenegger bei den Landtagswahlen mehr als 20% erreichen konnte, original nicht zur Diskussion nach der Wahl geladen hatte, haben auch jetzt anscheinend ALLE Bedenken, mit dieser Partei in Verbindung gebracht zu werden...
Geiles Land, kann ich nur sagen! Und wie ich mir den ehemaligen Plattenbau oder das Alltagleben unter den Kommis vorstelle, soll in meinem letzten Bild gezeigt werden...

Ostromantik...

3. Dezember 2012

noch immer CZ...

Da hatte ich zwischenzeitlich ja interessante Zeitgenossen als "Kollegen" bekommen. Ein junger Mann aus Ghana der so gläubig war, dass er auf seiner Facebookseite ein abgewandeltes Logo von "intel inside" hatte - "Jesus inside"! Und eine Afghanin, die zusammen mit Ihren Eltern einst vor den Mudschahedins geflohen war und im holländischen Exil erst zum Glauben gefunden hatte und zwar so stark, dass sie sich von nun an als "streng gläubig" bezeichnete. Jedenfalls führte diese Konstellation dazu, dass wir zusammen kein Pilsner Urquell genießen konnten, da der bloße Anblick eines Pubs zu Panikattacken und mittelschweren Glaubenskrisen führte...
Dazu wurde ich bei einem Pragausflug gewzungenermaßen Zeuge von Telefongesprächen mit dem saudiarabischen Freund. Achtung, kein Witz: eine Stunde bei der Hinfahrt und eine Stunde bei der Rückfahrt echhauffierte sich der gute Unbekannte derartig über (nachgefragt) Unwichitigkeiten, dass ich kurz schon dachte, meine Oma hätte sich in der Nummer geirrt. Jedenfalls hatten die Passagiere rundherum die zweifelhafte Ehre Mithörer eines ganz großen Kindertheaters zu werden. So weit so gut - Stereotypenpflege frei Haus - die zum Glück wieder vorbei ist.
Apropos Oma - in diesem Land dürften anscheinend so viele Väter oder Großväter mit ihren Enkelinnen spazieren gehen, dass dies sogar als Verkehrszeichen Beachtung findet:


In Prag verbrauchten wir nach einer sehr informativen Stadtfühurng den Großteil der unserer restlichen Zeit mit der Suche nach Halal-Kebap - oder jedenfalls war es in meinen ungläubigen Augen eben "Zeitverschwendung". Fantastisch! Oder habe ich vielleicht schon ähnliche Ansichten wie der Großteil der Bevölkerung meines Gastgeberlandes - nämlich atheistische?
Vielleicht ist es schon dem einen oder anderen Pragbesucher aufgefallen, aber im dortigen Militärmuseum gibt es einige Modelle von Kriegsgeräten aus dem WW1, die in Pilsen für die K&K Monarchie hergestellt wurden, aber deren Originale jetzt im HGM in Wien zu bewundern sind...

die originalen Exponate im HGM Wien...

Der Geschmack von "Pilsner Urquell", "Gambrinus" etc...? Leider ist es mir bis jetzt noch unerschlossen geblieben, wieso gerade hier das Bier so besonders sein soll? Bitte, alleine das "Wasser", das in dieser Stadt aus den Hähnen läuft spottet dem Österreicher jeder Beschreibung. Und mit diesem "Wasser" soll hier gutes Bier gebraut werden? Vielleicht versetzen sie ja kurzerhand das Bier mit Ingredienzien die auch immer wieder in Katzenfutter vermutet werden, nämlich dass man danach - einmal gekostet - gar nicht mehr aufhören möchte... Stimmt, ein kurzer Selbstversuch erhärtet diese These, denn einmal probiert stellt sich unverzüglich ein "Casali-Effekt" ein...

Eingang Pilsener Brauerei

Kennt eigentlich noch jemand die alten Fassadenmalereien auf den Häusern? Mir fällt hier sofort die "Afri-Cola" Werbung ein, die man immer sah, wenn man mit dem Zug von Wien kommend am Linzer Hauptbahnhof einfuhr. Hier gibt es solche Werbungen zuhauf, alles auf frisch gedämmten Wohnblöcken, Da könnte sich unser Wirtschaftsminister (oder wer auch immer für die Altbausanierung-Förderung zuständig sein sollte) ein Vorbild nehmen.
 
war das bei uns nicht auch einmal sehr poulär?
 Eben diesem Wirtschaftsminister habe ich heute eine Emailanfrage geschickt. Vielleicht ist es noch bekannt, die Benzinpreise haben die Festigkeit von Pilsener Stahl. Das Anliegen meiner Frage: wieso die Ölfirmen hier die Preise kosntant halten (können) und ob es denkbar wäre, dass etwa die Politik in CZ auf diesem Gebiet besser oder geschickter agieren könnte...
Jedenfalls bin ich schon auf eine etwaige Antwort gespannt. Falls es Eine geben sollte -  welche hohle Phrasen werden da wohl wieder gedroschen werden?
Jaja, die Kommis, die haben in Graz ja unlängst ganz groß abgeräumt. Aber spannender für mich war die Frage, ob der ORF sie wieder - so wie bei der letzten Landtagswahl einfach ignoriere und sie kurzerhand einfach nicht zur -  den Walen folgende - Diskussion ins Fernsehen geladen hatte. Und last but nt least - wie werden sich diverse Foren wieder mit allerlei halbseidenen Wissen und Tipps über Graz füllen werden - da wird Graz wieder gefühlte 8 Millionen Einwohner haben. Es bleibt auf jeden Fall spannend. Passend dazu folgendes Bild (daneben das gegoogelte, anscheinend originale Bild):






20. November 2012

Plzen nochmals...

Erst kürzlich durfte ich wieder Zeuge einer zutiefst typischen österreischischen Aussage werden: man „solle sich bitte mal alle Tschechen ansehen, mit welchen großen Autos die Alle zu uns rüberkommen“ No na net, der alte Rentner mit dem Borgwart verirrt sich nicht so oft in unser Land...
Der Neid is a Hund und überhaupt, wo kämen wir da hin wenn auch andere zu Wohlstand kommen würden - schließlich arbeiten wir ja schon viel länger, ehrlicher und fleißiger daran...

Was gibt es sonst in der Stadt? Ich darf mich hier gleich als Fan von sowjetischen Denkmälern und Statuen outen. Dem interessierten Besucher fallen gleich bei Ankunft am Bahnhof zwei eherne Gesellen auf, die aber nicht so sehr sowjetisch - eben Arbeiter verherrlichend sind, sondern in schöner Weise einen Teil der Geschichte der Stadt widerspiegeln. Für eine Bierkutsche dürfte das Geld dann doch nicht gelangt haben:

Ich war leider bis dato noch nicht im „Mementopark“ in Budapest wo sämtliche Lenin-, Stalin- und sonst welche Figuren ins Ausgedinge geschickt wurden und der sogar schon einmal in einem James Bond Film als Kulisse diente. Aber ein kleines Schmankerl habe ich hier doch noch anzubieten, ein Schnappschuß des sowjetischen Siegesdenkmals in Riga:


Ich war weit und breit der Einzige, der in Richtung Denkmal ging. Alle Anderen in dieser Stadt pilgerten Richtung Denkmäler unserer heutigen Zeit, den Einkaufszentren...
Was ich mich immer wieder frage ist, was es mit den Rooseveltstraßen, Washingtovas u.ä. in CZ auf sich hat? Eine Antwort fand ich auf der Americka – dort steht ein Denkmal zum Dank an die amerikanische Armee für die Befreiung von den Deutschen am Ende des WW2. Weitere interessante Einblicke hatte ich dann im "Patton Memorial Pilsen", dem einzigen Museum in CZ, das der amerikanischen Armee gewidmet ist...
Um das Alles kurz zusammenzufassen: die Amis kamen "befreiten“ und gingen, die Russen blieben. Am Ende der Ausstellung ist ein Teil der Fläche auch der damaligen russischen Propaganda gewidmet die behauptete, dass die Bürger der Stadt Pilsen sich Tage vor der Ankunft der Amerikaner selbst befreit hätten und die amerikanische Armee die Skodawerke bei ihrem Vorrücken nur bombadiert hätte, damit sie nachher der Bevölkerung den Marschallplan „aufzwingen“ könne. Aber wie wir wissen, wusste dies Russland ja zu verhindern... So viele Berichte und Gegendarstellungen - fix scheint für mich nur Eines: die Amis waren viel zu kurz in Pilsen, als dass die Bevölkerung richtig Englisch lernen hätte können:

Apropos Denkmäler der neuen Zeit – der Shoppingtempel in der Innenstadt hier heißt Plaza und dort habe ich das größte Sushi meines bisherigen Lebens bekommen:


Wegen des Windes - da gibt es Nichts (Neues) zu berichten. Ein anderer Wind fegt hier durch die Leitungen, so besitze ich hier eine Downloadgeschwindigkeit von durchschnittlich 50 Mbps und eine Uploadgeschwindigkeit von durschnittlich 60 Mbps!!!

13. November 2012

Plzen...

Was gibt es sonst in dieser Stadt? Was sieht man abseits der touristischen Pfade deren Ansicht man sich ohnehin jederteit aus dem Netz ziehen kann? Irgendwie scheint Alles nach der Stadtgrenze gleich in den Wald zu verschwinden. Meist herrscht bis zum Zaun so richtig "heile Welt", danach verläuft sich aber Alles sehr schnell in den Wald oder sonstwohin...
ich dachte bei Tundra bisher immer nur an Russland...
 Manche Politiker hier scheinen doch noch gemütlich zu sein, wie es sich mitunter auch im Namen ausdrückt: Überhaupt würde mich Eins interessieren. Wie schafft man es hier in der Tschechei, dass die Benzinpreise über Wochen konstant bleiben? Dagegen wirkt bei den schaukelnden Preisen in Ösistan unser Wirtschaftsminister eher wie ein Schausteller...
Diesbezüglich habe ich natürlich gleich eine Mailanfrage an Herrn Mitterlehner schicken müssen: Wieso er meint, dass das hier in CZ so läuft? Ich bin schon auf eine etwaige Antwort gespannt...


Und mein Gott - Karel Gott - der Mann der nie Chris Lohner heiraten konnte! Er lebt noch! Ich dachte wirklich, er sei mittlerweile schon endgültig zur Legende geworden. Jedenfalls dürfte ihm am Ende des Geldes zu viel Leben übrig geblieben sein, oder wie erklärt man sich sonst noch seine Auftritte?
Apropos Gott, der hatte leider keine Zeit. Dafür schickte er seinen Sohn auf den Martinsmarkt. Leider schloß dieser (der Markt) am Samstag schon gegen 20:00 seine Pforten, sodaß es leider Nichts mehr mit einem schönen Wochenausklang bei Glühwein wurde...

Jesus came to town...
Überhaupt ist das Thema Mobilität für mich zentrales Thema meiner ersten Eindrücke. Wo findet man zum Beispiel in Ösistan derart ausgebaute Straßen in einer Kleinstadt?. Nur entzieht es sich meiner Vorstellungskraft wie die Straße, die ab der Stadtgrenze in den Wald führt, die zuerst so großen Automassen, für das die Betonpisten ja ausgelegt zu sein scheinen, überhaupt aufnehmen könnte?


Ganz besonders gefielen mir auch die Wasserwerfer, die für das Spiel Plzen: Hapoel tel Aviv vor dem Bahnhof auffuhren (Euro League oder Ähnliches...). Leider fanden sie keine Verwendung, da anscheinend nicht mehr als 500 oder so den Weg nach Böhmen gefunden hatten...

Was gibt es sonst in dieser Stadt? Vieles und vor allem Eines: Wind! In dem Zimmer, in dem ich sitze pfeift der Wind ständig sein Lied. Aber dazu vielleicht später mehr...

27. März 2012

schöne neue Welt...

Wir wohnen in einem lieben kleinen Land, beschäftigen einen Zivildiener als Verteidigungsminister, der Herr Gesundheitsminsiter lernte zuerst Maschinenschlosser, unsere Frau Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie ist gelernte Zahnarztassistentin. Besser wird es dann schon bei der Bundesministerin für Frauen und öffentlichen Dienst, die immerhin Hauptschullehrerin ist. Diese Aufzählung könnte sicherlich um Einige erweitert werden, weitere interessante Einblicke dazu gibt die Seite
(Daher darf es auch nicht weiterhin verwunderlich sein, wenn ein gelernter Zahntechniker in unserer Alpenrepublik den Führungsanspruch stellt :-) )
Ich möchte auf diese Weise keinesfall igendeinen der erwähnten Berufe oder deren Ausübende geringschätzen - nein, im Gegenteil! Nur bin ich der Meinung (nein, eher ein unverbesserlicher Träumer), dass man für jede Positon eine angemessene (Aus)Bildung haben sollte... Wäre es nicht schön, wenn Politiker ein wenig mehr am Kasten hätten... Ein bemerkenswertes Interview, dass ich unlängst gehört habe (leider kann ich hier keine Quellenangabe liefern - so kann ich es nur in eigenen Worten zusammenfassen...): Die Politiker sollten mehr über unser politisches System und dessen Zusammenhänge im Protfolio haben als die letzten 50, 60 Jahre.
Aber leider geht es bei uns in der Politik meistens darum, wer wem ein Eis gestohlen hat. Gibt es eigentlicheine gelernte Kindergärtnerin im Hohen Haus?
Ich möchte hier nciht nur Politikerbashing betreiben - kein Problem, denn Haarsträubendes findet man auch tagtäglich in unseren "Medien" - ach, wie ich es vermisse, aber leider gibt es im Ösiland keine einzige Tageszeitung mit internationalem Format. Kleines Beispiel gefällig? Ein Klassiker immer wiederkehrenden Tautologien:


Aber fairerweise soll erwähnt werden, dass nicht nur der politische und publizierende Sektor mitunter mit Qualitätsproblemen zu kämpfen hat.
So gibt es in Österreich ein privates Beförderungsunternehmen, dass mehrmals den Unmut in punkto Kommunikation auf sich gezogen hat. Wenn man dem Sprichwort "wie der Herr, so das Gscherr" glauben schnenken darf, dann ist folgender Dialog aufgrund des Chefs mehr als verständlich...

(leider bin ich bei dieser Darstellung aufgrund eines fehlenden "Facebook-Lebens" auf Forenberichte angewiesen..)

12. August 2011

Faustball WM

Gerade sehe ich mir auf ORF Sport Plus das Spiel AUT:ARG bei der Faustball WM im Paschinger Waldstadion an. Interessant dabei ist die Tatsache, dass die Niederlage von AUT:SK im Fußball Gestern wahrscheinlich noch mindestens eine Woche die Sportseiten füllen wird - kein Wunder bei mindestens 8 Millionen Cheftrainern im Land - Hauptsache König Fußball regiert das Land, egal wie schlecht er ausgeführt wird...
Die Paarung ist auch aus optischer Sicht interessant, da die mitgereisten Argentinierinnen im Publikum ein besonderes Highlight darstellen - obwohl die Konkurrenz aus Österreich wie zu erwarten an sich keine darstellt...


Maskottchen 2011

Zeit für einen kurzen Rückblick 1990 als die Faustball-WM Vorrunde im ASKÖ Stadion Linz/Urfahr Station machte und ich dabei dem Spiel AUT:DDR beiwohnen durfte - quasi ein historisches Spiel. Man war durchaus verleitet "ganz großes Faustball" zu sagen. Die vollen Ränge bei dem Spiel waren zuletzt auch das Resultat, dass wir als Schüler des Petrinums - traditionellerweise eine Faustballhochburg - schulfrei bekamen, um als Zuseher zu fungieren.

Maskottchen 1990

Jedenfalls auch Heute "ganz großes Faustball" - Argentinien läßt nicht locker, kämpft sich nach anfänglicher Schwäche zurück und zeigt es den präpotent wirkenden Ösis, die immer mehr ins Schiwtzen kommen. Und dann ist es so weit - Einwechslung eines "Rückkehrers" - der Angreifer, der sich nach einer Operation wieder zurück ins Team gefightet hat - der Arme, der Held, O-TON des Kommentators "auch er ist schon Vater und hat sich vor der WM aufs Hausbauen konzentriert..." - erlebt man hier die Geburtsstunde eines neuen Heinz Prüllers? Egal, jedenfalls scheint die WM ihren Helden gerfunden zu haben, ein Märchen geboren...
Ich bin schon gespannt auf die Interviews danach - Gott sei Dank erlitten die Ösis wenigstens nicht das Favoritenschicksal...

Logo

21. Mai 2011

American Football WM

Schön langsam wird es Zeit die heuer in Österreich stattfindende Football WM ein wenig zu bewerben. Das Schöne daran ist, dass die Vorrunde der Gruppe B in der Grazer UPC Arena gespielt wird und wir somit nicht allzu weit haben werden. In Graz gibt es eine seit Jahrzehnten sehr erfolgreiche American Football Mannschaft. Umso lustiger sind die Ereignisse rund um dieses Team, das für sich beansprucht äußerst professionell zu agieren:
So erinnere ich mich noch genau auf den Auftritt der damals noch "Öko Box - Giants" Promoter. Sie luden die Anwesenden recht herzlich zum kommenden Spiel gegen das "Team Amerika" ein. Es versprach DIE Begegnung zu werden - der damals regierende österreichsiche Meister gegen die Olympiaauswahl aus dem Mutterland des American Footballs. Und dem noch nicht genug - als besonderes Zuckerl wurde Jedem der am Matchtag mit 3 vollen Öko Boxen zum Eingang kam freier Eintritt versprochen. Das ließen wir uns nicht zweimal sagen und so kurvten wir an diesem besagten Tag durch die Wohngebiete in Eggenberg, um noch irgendwo Ökoboxen aufzutreiben. Ein Anblick für Götter - der Beifahrer eines Auto mit deutschem Kennzeichen "stiehlt" in Graz Ökoboxen. Herrlich - den am Eingang des Stadions angekommen schnauzte uns ein sichtlich generverter Ordner an "was denn heute alle mit diesen Boxen haben"
Egal, das Spiel wurde der Knaller und die Grazer besiegten das Team Amerika, bei dem das Durchschnittsgewicht höher lag, als das der schwerste Grazer auf die Waage brachte. Jedenfalls war ich so in Euphorie, dass ich danach gleich die auf der Homepage beworbene DVD mit den Jahreshighlights kaufen wollte. Nur leider durfte ich das nicht, da sie laut schriftlicher Auskunft nur "für ausgewählte Personen" zur Verfügung stand. Ich war zu diesem Zeitpunkt mehr als enttäsucht und beschloß diesen Verein von nun an zu meiden. Aber es kam wie es kommen sollte und unlängst war ich wieder auf der Tribüne zu sehen - es stand nämlich die Hinrichtung der Prague Panthers auf den Programm... Und was ich da in der Festschrift anläßlich des 30 jährigen Vereinsjubiläum lesen durfte, machte die große Enttäuschung ein wenig vergessen. Bei der Vorstellung der Spieler, Trainer und allen Mitwekrenden im Verien konnte ich Folgendes lesen (Bild folgt): Physitherapeutinnen - "Ass - Physio : Spreitzer XXX". Die gute Dame möge mir verzeihen, wenn ich sie als Beispiel angebe, wie gut die Interpunktion hier genommen wurde...

Aber eigentlich ging es mir ja um die Weltmeisterschaft:


Wie sagte einst ein Fremdenführer, der in London im Autobus bei der Stadtführung sprach? "On the left side you'll see the "Canadian House" - that's the House of the international Rugby Association. And if there are any Americans on board remember - this is not American Football! Cause Rugby is playd by REAL MEN!"

21. April 2011

Blog'n Roll

Ich darf an dieser Stelle wieder einmal auf meinen neu aktualisieren Blog Roll hinweisen. In letzer Zeit entdeckte ich einige wirklich gute Blogs, die für mich sehr interessant zu lesen waren. An erster Stelle sei "Servus vom Bosporus" erwähnt, der mir persönlich sehr gefällt, obwohl einem beim Lesen die Vermutung kommen könnte, dass der Blog von der Redaktion nachgeschönt wird. Eine formlose Email Anfrage deswegen blieb leider bis dato unbeantwortet. Überhaupt erscheinen mir solche Blogs, wie auch der "Blog vom Nil" sehr aufschlußreich; nicht zuletzt um unsere netten Zuwanderer besser zu verstehen (zu können wollen oder sollen...) Denn uns Ösis wird ja vorgeworfen, nur im Urlaub an fremden Kulturen interessiert zu sein. Dafür rutschte "Underground Facades" nach Hinten , da ich diesen immer weniger lese...
Zugegeben "Maishion" hat mich vor allem wegen des schlichten Designs angesprochen und finally "die Quote zu erfüllen" noch ein Ösi Blog. Der "alte Mann" bringt für mich sehr oft die tagesaktuellen Dinge aus der Sicht des "einfachen Ösis" auf den Punkt.

5. Juli 2010

Jägerlatein und andere Fremdsprachen

Das "Jägerlatein" ist ja allgemein bekannt. Mir selbst war aber das "Famulantenlatein" nicht bekannt. So passierte es, dass ich einst im Rahmen meines Gynäkologie und Gebärpraktikums einen ersten Sprachkurs in diese Richtugn erfahren durfte. So wurden wir also am ersten Tag in Zweierteams auf die Patientinnen im LKH losgelassen und so durfte ich mit einem Anatomiedemonstrator den Weg durch die Ambulanzen antreten. An und für sich ja gar nicht so schlecht, weil wenn es schnell mal anatomische Strukturen zu benennnen gibt, so ist es immer gut einen kompetenten Einsager zu haben. Und so passierte es, dass ich dann kurz vor dem Phantomkurs die mir bis dato unbekannte Sprache hören durfte - "Famulantenlatein". Unglaublich, was die beiden Gesprächspartner, mein Sozius und eine andere wartende Kollegin schon an Erfahrungen sammeln durften... WAS sie nicht ALLES schon machen durften, was sie schon nicht ALLES SELBST operiert hatten. Unglaublich, mein Ego begab sich auf Talfahrt, denn zu diesem Zeitpunkt war ich froh im OP eine Pinzette halten zu können, um damit im besten Falle mal einen Knoten bei einer Naht zu fabrizieren... Selbst am nächsten Tag im Kreißsaal war ich noch derartig eingeschüchtert, dass ich nicht einmal eine Vene zum Blutabnehmen traf...

24. Dezember 2009

Sozialstudien

Unlängst durfte ich einen Tag lang in der "Heiltherme Bad Waltersdorf" eine Sozialstudie durchführen. Herrlich! Nach dem Umziehen ging es gleich einmal ans Liegen ergattern - Glück gehabt, denn eine Frau startete schon in den Ruheraum um germanengleich mit Handtüchern Liegen für die noch zu kommenden Gruppe zu reservieren. Also befand ich mich sofort mitten im Thermengeschehen. Jetzt wußte ich auch, was der Bus vor dem Eingang zu bedeuten hatte... Gleich darauf fiel die besagte Gruppe ein - nur konnte leider keiner von denen das Schild mit der Aufschrift "bitte Ruhe" lesen, sodaß es gleich lustig laut und munter im Raum wurde. Naja, die Aufregung, das heiße Wasser, die ungewohnte Umgebung... - sie würden sich noch daran gewöhnen ;-)
Danach ging es sogleich in medias res und ich suchte als erstes das "Sportbecken" auf. Ein Becken, einerseits Bahnen zum Schwimmen, daneben eine Bucht, um Unterwasserfahrrad zu fahren. Das ganze mit nicht zu heißen Wasser gefüllt und dazu auch noch mit Musik, über und unter Wasser! Am Rand dazu eine große Hinweistafel, in der gebeten wird "bitte nicht quer" zu schwimmen. Nur leider hier auch das alte Problem: Anscheinend kann niemand lesen - naja, das viele Wasser in den Augen... Also verramme ich auf den ersten Bahnen prompt zwei "Querschwimmer". Natürlich gab ich aufgrund des subordinanten Verhaltens der "provokant Schwimmenden" nicht nach und ließ es auf einen Crash ankommen. In diesem Fall rechnete ich mir die besseren Chancen aus, da ich mindestens geschätzte 40 Jahre jünger war als meine "Opfer". Das war eine Aufregung, die sich aber nach dem Verlassen des Beckens der Auslöser sofort wieder legte. Ich als "Pensionistenschreck", eine neue Rolle für mich :-D
Danach ging es heiter in das nächst wärmere Becken weiter - dort passierte gerade "Aquagymnastik". Rhythmische 15.000 Jahre wabbelten im Wasser dem am Beckenrand stehnden Instruktor nach... Und noch etwas bemerkenswertes gab es im Becken zu beobachten: Die Attrktivität der weiblichen Begleitung stand in reziproker Relation zur Dichte der Kopfbehaarung der Männer. Merke: hier am Land ist Glatze schick! :-D So dachte ich mir, als gerade am Beckenrand die "Kampfemanzenfraktion" vorbeiging. Sicherlich nette Mädels vom Typ "heavy Body" - die Ärmsten - rein Beziehungstechnisch sicherlich sehr benachteiligt...
Also verschlug es mich wieder in den lauten Ruheraum - rein in den Sessel, Ohrenstöpsel rein und auf Entspannung geschaltet. Zwischen zwei Liedern dann die Überraschung: Gleich einer Uhr, die zum Ticken aufhört, bemerkte ich "kosmische Ruhe", denn pünktlich um 12:00 mittags setzte eine Völkerwanderung Richtung Futtertröge ein. Aber, es war Ruhe eingekehrt! Die Ruhe währte aber nicht lange, denn bald nach der Abspeisung füllte sich der Raum abermals - dieses mal aber mit vollgeschlagenen Bäuchen, die den Mittagsschlaf suchten - so war es, von einigen Schnarchern abgesehen, weiterhin ruhig.
Später machte ich mich auf, um als nächstes den Indoorwhirlpool zu testen: Sehr warm, sehr feucht - angenehme Düsen, die das Wasser ganz schön in Aufruhr versetzten. Lustig die Gruppierung: Es handelte sich um ein annähernd rundes Becken, um das Liegen gruppiert waren. Quasi das Wasser als Arena - und die oaschwoackenden Gladiatoren in der Mitte. Hier sah man nun die ganze Pracht ländlicher Bevölkerung. Männer mit Oberlippenbärte und Frauen, denen die Achselhaare hervorblitzten....
Alles bei Weitem nicht so schlimm wie dir Bikinihöschen, aus denen die Haare nur so herausquollen - willkommen in Österreich - französische Zustände auch hier im Wechselgebiet!!
Das genügte... Den Rest des Badetages verbrachte ich noch mit rituellen Waschungen, um danach die Heimreise anzutreten.

aus diesem Post:

Heiltherme


11. Oktober 2009

Spritzkack

Als ich einmal im Schönbrunn zum Flußpferdgehege kam, faszinierten mich vor allem die Wände des Stallgebäudes, die weit über die Größe der gehaltenen Tiere hinaus mit Kot bespritzt waren... Lange konnte ich keine Antwort auf dieses "Phänomen" finden, aber als ich gestern Universum ansah, fiel es mir wie Schuppen vn den Augen:
Und zwar war dort ein Hippopotamos in freier Wildbahn beim Koten zu beobachten. Jetzt kommt das Beste, bitte festhalten! Während des Aktes fungierte der Schwanz als Fächer, der sogleich "WC-Papiergleich" das Gemachte in alle Himmelsrichtungen im hohen Bogen verteilte. Also merke: Nie hinter einem Flußpferd hinterhergehen!
Leider kam ich für eine Aufnahme zu spät - ich hoffe, ich kann das bei einer etwaigen Wiederhohlung nachtragen. Bis dahin das Bild, das mich ins Grübeln brachte:

16. September 2009

Happy Aua II

Und weiter geht's mit meiner Tournee auf den Spuren von "Happy Aua - Ein Bilderbuch aus dem Irrgarten der deutschen Sprache" von Bastian Sick. Ich geb's ja zu, man kann das Ganze durchaus als schlecht geschrieben interpretieren, ich jedoch freue mich über die gelesenen 50 Quadratzentimeter!

28. Dezember 2006

Wer erfand Itchy und Scratchy?

Da sitze ich, nein - lungere vor der Glotze und sehe die Simpsons:

Und der ehemalige Chef von den Itchy & Scratchy Studios muß nach einem verlorenen Prozeß in ein Hotel ziehen: davor steht ein Schild: WORST WESTERN. Genial - man sollte in der wirklichen Welt die Produktpalette neben einfachen "Best Western" und " Best Western Superior" Hotels auch nach Unten erweitern: Ich sehe schon die Hinweisschilder: "Worst Western Hotel XXX". Fantastisch - eine "Organisation" die zwar seitenweise in ihren Richtlinien Mindestgrößen für Fernseher oder Temperaturbereiche bei Trinkwasser definiert, verliert kein einziges Wort an Behindertengerechte Einrichtungen! Seien wir uns ehrlich - ist doch klasse, wenn man dort eincheckt dann kann man sicher sein, daß kein sabbernder Rollstuhlfahrer neben einem beim Frühstück stört - da weiß man schon im Vorhinein was man bekommt! Sehr gut!

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Simpsonspedia


2. November 2006

Gummineger

Es gibt ja in der Steiermark, oder speziell in Graz, den schönen Brauch der äußerst unfreundlichen Verkäufer. Diese Tradition wird auch vom Fachgeschäft für Gummiwaren, der Firma "Gummineger" in der Annenstraße tapfer fortgesetzt. Cooler Name - aber das ist jetzt keine Walze - das Geschäft heißt wirklich so! Ich war heute auf der Suche nach Schaumstoff, um einen Sessel neu zu polstern und ich muß sagen.

Ambiente: bestens, denn mir gefallen einfach alte Läden, in denen die Zeit still zu stehen scheint.
Auswahl: mehr als reichlich, hier sieht man gleich, in einem "Gummikompetenz zentrum" zu sein.
Bedienung: mehr als hübsch und treu dem Motto: Kunde ist Bittsteller.

Nur kurz dauerte mein "Aufmucken", als ich mich nach anderen Produkten erkundigen wollte. Ich nahm dann das mir als erstes aufs Auge gedruckte. Cool, ich dachte schon, Graz könnte sich doch noch mal verändern - Gott sei Dank nicht! Aber die Firma Gummineger braucht sich nicht zu fürchten. In Mangel an Mitbewerbern werde ich wohl oder übel das nächste Mal wieder dort einkaufen!

30. Oktober 2006

Tingeltangel Bob!

Geht es nur mir so, oder finden auch andere Landsmänner, daß Christine Mausi (vormals Lugner) wie Tingeltangel Bob bei den Simpsons aussieht?
Schon der Kaiser hat bei seiner Audienz sinngemäß gemeint: Er entschuldige sich, denn das sie kein Geld hat, hätte er schon an ihrer Frisur erkennen müssen. Und so sehe ich sie, als ich über eine "Society Sendung" zappe, das die Arme unverrichteter Dinge aus dem Dschungel zurückgekehrt ist. Peinlich - nicht einmal für ein viertklassiges Fernsehformat hat es gereicht! Das sind die Augenblicke, überhaupt mit dem oft als "Bauernbub" titulierten Heinzl am Bildschirm, wo ich froh bin, daß ich "nicht dazugehöre". Es lebe die österreichische Society - wie sagte schon einst wer treffend:" Österreich ist ein Dorf, wo Jeder Jeden kennt"

aus diesem Post:

Wir sind Kaiser Tingeltangel Bob