22. August 2009

Xenophobie

Es ist immer wieder lustig zu hören, wie dumm und xenophob die Österreicher sind. Da werde ich unfreiwillig Zeuge einer Unterhaltung, bei der sich ein österreichischer Kleingeist, Marke Eisenbahnerkuh, über die "suspekten" Ausländer moniert:
"Stellen Sie Sich vor, ich verstehe es nicht. Sie haben in Ihrer früheren Heimat ein Haus gebaut und hier eine Wohnung gekauft. Dann haben sie drei Kinder und Ihr Mann ist auch nur ein Hilfsarbeiter.... natürlich auch ein großes Auto und dann sind noch alle letztes jahr österreichische Staatsbürger geworden - war ja auch nicht billig! - Also, da blickt man nicht durch........"
Ich daneben, wie gesagt unfreiwillger Zeuge, liege schon bildlich am Boden und bekomme vor virtuellen Lachen kaum mehr Luft!
Es lebe die Kraft der Felißigkeit - was so eine Familie und deren sprichwörtlicher Zusammenhalt so alles schaffen kann - ich vergönns Jedem.
Und ganz besonders gefallen mir sokche Aussagen von vermeintlichen "Weltbürgern", die einerseits sich vollmundig als "anders" titulieren, aber im Endeffekt noch kleinkarierter und österreichischer sind als der Durchschnitt.

10. August 2009

Linksverkehr ab 1m Tiefe!

Wieder einmal wurde er eines Besseren belehrt - es geht noch dümmer: Da erreicht ihn ein Anruf mit einer erbosten Frauenstimme, die sich lautstark beschwert, daß sich das Tor der Tiefgarage beim Hinausfahren nicht öffne. Hinweise, daß es ihm leid tue und er sogleich nachsehen werde, werden nur mit einem pffffff... quittiert. Also macht er sich auf den Weg zum "Corpus non öffnend" und als er draußen den Schlüssel herumdreht, um das Tor zum Öffnen zu bewegen, gibt Selbiges beim Hinauffahren ein wunderbares Bild preis: Das Auto der hinaus Wollenden steht auf der Einfahrtsspur. So wird der Wagen kaum über den Bodenkontakt, der sich auf der Ausfahrtsspur befindet, gefahren sein....
Angesichts solcher Fahrkünste verlirrt er kurzzeitig die Fassung, sodaß er glatt vergißt, die vorgetragenen Vorwürfe zu entkräften und der Aufklärung zuzuführen. So geht die Sonne unter und bald wird wieder ein neuer Morgen dämmern........

Happy birthday...

Unlängst habe ich einen Artikel gelesen, dass die meisten Weblogs nicht sehr lange gepflegt werden und damit nicht unbedingt alt werden.Immerhin sind schon zwei Jahre seit dem Start des "Salzamtes" vergangen, das ja jetzt weiter als "Lehner" geführt wird...
Grund genug, wieder einmal den Lesern und Kritikern für die rege Anteilnahme zu danken - auch für die Unterstützung beim natürlich weitergeführten Projekt des Rezensierens bei Amazon.
In diesem Sinne auf weitere Jahre hier bei - wie es jetzt neu heißt - "lehner.ac"!

links zu diesen Artikel:

amazon

7. August 2009

Seiten der Zeit...


13. Juli 2009

Der Ösi...

... ein seltsames Wesen. Eingepfercht in ein kleines Gehege zwischen Bergen hat er nur im Osten etwas Auslauf - das Zusammenlaben nimmt zeitweise eigenartige Formen an.
Heute: Der Donauinsulaner

9. Juli 2009

Nokia 6120


4.0 von 5 Sternen gutes Allround-Teil...

Abseits der zahlreichen, auch für die Edition in Schwarz geschriebenen Rezensionen eigene Anmerkungen:

-Gleich am ersten Tag fiel mir das Gerät ins Wasser. Ich fischte es zügig raus, entfernte den Akku, nahm es auseinander (bei solchen Dingen liebe ich Nokia einfach - denn das Gehäuse läßt sich leicht zerlegen...) und schaffte es, es mit einem Fön zu trocknen. Glück gehabt!
Überhaupt betreibe ich das Teil jetzt über ein Jahr fast vorfallsfrei - nur einmal wurde mir der Lautsprecher auf Garantie ausgetauscht...

- positiv sei auch der eingebaute Radio erwähnt, der mit dem Headset (dient dabei als Antenne) betrieben werden kann. Leider gibt es für dieses Model kein "Neckholder-Headset" - ein Problem, das sich aber leicht mit dem mitgelieferten Stereo-headset und einem Handyband lösen läßt (siehe zugefügte Bilder bei der Produktbeschreibung...)

- negativ fällt mir immer wieder auf, dass sich Staub zwischen dem Display und dem Gehäsuse einlagert...

- wie schon erwähnt, wird das Teil bei Gesprächen sehr heiß, was sich bei mir als Headset-User aber kaum bemerkbar macht...

- für die Synchronisation mit einem Mac braucht es einige Recherche, um ein (jedoch kostenloses) Plug-In für iSync zu finden. Leider lassen sich Kalender und Kontakte dabei nicht immer ohne Probleme synchronisieren...

Fazit: Ich habe die Anschaffung nicht bereut. Zuerst einmal tat es gut, wieder zu Nokia zurückzukerhen. Weiters ist die Menüführung und Anpaßbarkeit bei diesem Handy im Vergleich zu anderen Herstellern am Einfachsten...

... Ihr LeKle

1. Juli 2009

Musik, die man hört (oder nicht) III

In these shoes?

I once met a man with a sense of adventure
He was dressed to thrill wherever he went
He said "Let's make love on a mountain top
Under the stars on a big hard rock"
I said "In these shoes?
I don't think so"
I said "Honey, let's do it here."So I'm sitting at a bar in Guadalajara
In walks a guy with a faraway look in his eyes
He said "I've got as powerful horse outside
Climb on the back, I'll take you for a ride
I know a little place, we can get there for the break of day."
I said "In these shoes?
No way, Jose"
I said "Honey, let's stay right here."

No le gusta caminar. No puede montar a caballo
(She doesn't like to walk, she can't ride a horse)
Como se puede bailar? Es un escandolo
(But the way she dances, it's a scandal)

Then I met an Englishman
"Oh" he said
"Won't you walk up and down my spine,
It makes me feel strangely alive."
I said "In these shoes?
I doubt you'd survive."
I said "Honey, let's do it.
Let's stay right here."

No le gusta caminar. No puede montar a caballo
(She doesn't like to walk, she can't ride a horse)
Como se puede bailar? Es un escandolo
(But the way she dances, it's a scandal)

© Kirsty MacColl

12. Juni 2009

Wozu sich anmelden?

Neulich wird er, er der vorne steht, wieder einmal mit einer dieser witzigen Begebenheiten konfrontiert. Die Geschichte ist so lustig und so oft wiederholt zugleich – der Grat zwischen Erheiterung und Verzweiflung wird von mal zu mal schmäler.
Ein nördlicher Nachbar betritt den Raum - nein - er erscheint – ja klar, beim “kleinen Bruder“ kann man nicht freundlich grüßend, einfach nur gut gelaunter Gast seiend, das Haus betreten. Dazu aber ist der Kommende zu weit nördlich angesiedelt.
Eincheckprozedur wie immer: Eintrag ins Gästebuch – bei der Zeile „Ausweis“ dann, welch Überraschung, wieder: „brauchen sie auch einen Ausweis?“ – „ ja , bitte sehr“ – „wieso?“ – „weil es das Meldegesetz bei uns so vorsieht“ – „wieso? ich bin doch EU-Bürger“ – „aber es ist bei allen ausländischen Gästen erforderlich – gerne können sie auch darauf verzichten, ich mache sie nur darauf aufmerksam, bei einer Durchsicht der Bücher durch die Fremdenpolizei könnte sie diese dann möglicherweise zur Ausweisleistung auffordern – die kommen dann direkt auf ihr Zimmer, mitunter auch spät am Abend“ – „also, das ist ja unerhört, sie sind das erste Hotel, wo das verlangt wird. seit zwanzig Jahren.......“
Spätestens hier oder doch gleich nach dem ersten Satz hatte er dieses Gespräch verlassen. Er hört nur mehr, so wie Charly Brown seine Lehrerin "bla blabla bla bla....", obwohl er dieses mal noch dachte: ein fleißiger Mensch, er erzählt mir von über zwanzig Jahren Berufserfahrung – nach dem angegebenen Geburtsdatum müsste sich der Mann eitlerweise jünger gemacht haben oder er arbeitet schon seit seinem zehnten Lebensjahr – doch die Wahrheit kann in dieser Situation nicht ausgeforscht werden, da ja der Ausweis als Antwortfinder hier nicht zum Einsatz kommt. Also spekuliert er mit der viel zitierten „deutschen Tüchtigkeit“ und nimmt eine Tätigkeit seit jungen Jahren an.
Ein Dialog so so wie Hunderte vorher und Hunderte, nein wahrscheinlich Tausende danach. Mindestens so witzig wie die einst immer wiederkehrenden Diskussion in seiner früheren WG, wer nun eigentlich dran sei, den Müll rauszutragen. Nur einmal, so konnte er sich erinnern, gab es keine allzu lange Diskussion – ja damals, der gute alte heiße Sommer: 35 grad im Schatten, der Betonbau, in dem sich die mülldiskutierende WG befand, hatte sich wochenlang aufgeheizt. In der Ecke stand eine Biomülltonne, die schon länger der Entleerung harrte. Da brach das Unheil über die Gemeinschaft herein: Eines Morgens – schrille Schreie – Tumult – mädchengleich – ganz und gar ungewöhnlich für die Bewohner. Als er den Ort des Auslösers erreichte, sah er Maden, sich über den Teppich windend, die sich aus dem Biomüllkübel befreit hatten. Ein fantastischer Anblick – die zu Fleisch gewordene Faulheit der Bewohner räkelte sich in aller Pracht vor ihnen auf dem Boden. Wer dachte, es wäre nun sowieso sonnenklar, dass die Tonne sofort entleert werden würde, der irrte. Nach kurzer Debatte zeigte Derjenige Nerven, dessen Zimmer genau in der Wanderungsrichtung der Diskussoinsbeschleuniger lag und ging sofort mit der Tonne runter.
So trug es sich zu – und so ging es jetzt hier weiter. Dem Müll war das Meldegesetz gewichen, die Mitbewohner mutierten zu murrenden Fahrenden und die Maden waren zu Wächtern der Bücher geworden, die auch ohne größere Hitzeentwicklung angekrochen kamen und über das Gemeldete herfielen und alles mit ihren Rotstiften anstrichen, was nicht nach der Norm ausgefüllt war. Dabei, so erzählte ihm einmal ein lange gedienter Wächter der Eintragungen einmal – wahrscheinlich hatte zu dieser Zeit der Sommer auch dessen Amtsstube schon lange aufgeheizt – er habe in all den Jahren noch nie einen gesuchten Gemeldeten gefunden. Und wenn er sich nicht irrte, so kroch und strich er schon mehr als drei Jahrzehnte.
So geht die Sonne unter und bald wird wieder ein neuer Morgen dämmern........